Ganz schön scharf, Budapest!

13.10.2017

 

Zugegeben, es hat uns wieder erwischt. Wir wurden erneut vom Blitztowntouren- Virus infiziert! "Perle der Donau", "Paris des Ostens": Ach was, das wird dir nicht gerecht! Zeitlos, lässig und doch elegant bist du uns nach vielen Jahren erneut 

begegnet. In dir sind die Kindheit, Jugend und das Alter gleichermaßen lebendig. Dein Esprit füllt die Herzen aller Besucher mit Freude und Glückseligkeit. Budapest du entzückende, ewig junge Grande Dame! Von chic über salopp, bis sehr einfach ist alles vertreten. Du bist am Tag so extravagant und grazil wie Kaiserin Sissi. Bei Nacht, in gelbes Licht getaucht, verführerisch und betörend wie eine schwarzäugige Magyarin, berauschend wie Tokajer, abenteuerlich wild wie Pusztapferde und feurig wie Paprika. 

Budapest, für uns bist du einfach Hamma Mamma! We are sowas von on Fire und Flamme für dich!

Encore, encore!

 

Als ich einige Wochen zuvor im Flieger nach Bali saß, hatte ich viel Zeit, einen Film zu schauen. So bin ich am ZDF- Dreiteiler "Honigfrauen" kleben geblieben. Alte Erinnerungen und ein Stück meiner eigenen Geschichte wurden wach. Gänsehaut pur! Ein Grund, auch den Balaton erneut zu besuchen. 

Der Plattensee ist Europas größter Binnensee und wartet mit intensiven Panoramen auf uns. Am Nordwest- Ufer strahlt die Halbinsel Tihany. Sie ist immer noch einer der romantischsten Fleckchen in Ungarn für mich. Aber auch das Thermalbad Heviz, die munteren Städte Siofok und Zamardi versprühen in der Sommersaison durch die belebten Strandpromenaden, Bars und Restaurants ihren eigenen Charme.  

In den letzten Jahren hat sich hier viel verändert. In der Hauptsaison geht es um den Balaton und in den Orten geschäftig zu. Jede Menge Touristen säumen das tägliche Bild, obwohl der Andrang leider längst nicht mehr so stark ist, wie noch vor ein paar Jahren. Viele Restaurants direkt am See haben qualitativ stark nachgelassen und einige Gebäude sind in einem desolaten Zustand. Gerade in Siofok, wo das Nachsaison- Potential hoch wäre, war bereits am ersten Oktober der Hund begraben und alles verriegelt verrammelt. Kein Restaurant am Strand war mehr geöffnet. Eher enttäuschend für uns, weil wir den schönen Plattensee noch aus Blütezeiten kennen und in Erinnerung haben. Wir hoffen für diese hübsche Region, daß sich die Lage wieder schnell verbessert und mehr investiert wird.

 

 

Where to stay:

Hotel K&K Opera: Direkt hinter der Oper, in einer ruhigeren Seitenstraße, liegt dieses Haus. Die Metrostation habt ihr direkt vor der Nase, und auch die große Einkaufsstraße mit einer breiten Palette an Restaurants, ist nur einen Katzensprung entfernt. Obwohl das Hotel nicht gerade ein Preisschnäppchen war, konnten wir mit unserer Wahl mehr als zufrieden sein.

 

Triptipp:

Beginnen wir auf der Buda-Seite. Mit der historischen Standseilbahn Budavári Sikló  gelangt man nach einer kurzen Fahrt auf den imposanten Burgberg. Vorn, im ersten Abteil genießt ihr den schönsten Blick über Budapest. Wenn ihr gleich morgens auffahrt, umgeht ihr lange, laaange Warteschlangen. Sonntags morgens um 9 Uhr waren wir fast allein dort. Die Fahrt kostet pro Erwachsener 1800 HUF, Kind zahlen 1100 HUF.

 

 

Oben im Schneckentempo angekommen, steht man auf einem riesigen Platz. Zur Linken die Zauberburg, zur Rechten sieht man die Kirchturmspitze der Matthiaskirche hervorlugen.

Die Burg ist sehr schön und detailgetreu restauriert worden. Läuft man entlang der Burgmauer, bietet sich ein wunderbarer Rundblick auf die Pester- SeiteUmrundet ihr die Burg, könnt ihr allerlei Feinheiten und Details entdecken. Der schöne Brunnen gehört auch dazu.

 

 

Das Burgmuseum lohnt sich für Kunstliebhaber zu besichtigen. Unwahrscheinlich viele Gemälde verschiedenster Epochen sowie Statuen und Altäre bestaunt ihr auf mehreren Etagen in diesem riesigen Areal. Der Eintrittspreis pro Erwachsener waren 1800 HUF, die Kinder zahlten 900 HUF.

 

Nach einem kurzen Spaziergang entlang des Schloßberges, erreicht ihr die MatthiaskircheSie ragt weitsichtig heraus und bietet einen unvergesslichen Anblick. Umrahmt wird der Kirchplatz durch die Türme der stattlichen Fischerbastei. 

 

 

Die Matthiaskirche ist von Außen markant fesselnd und wirkt fast schon fröhlich wegen der bunten Dachziegel. Im Inneren findet ihr ein unfassbar farbenfrohes und detailreiches Juwel. Man kann, wenn man klein wie eine Ameise in der Kirchenhalle steht, nur erahnen, welche bewegte Geschichte sich hinter diesen Mauern zugetragen haben muss. Der Eintritt ohne Turmbesteigung kostete beim Lösen einer Familienkarte 3500 HUF.

 

 

Steil bergauf zum Gellértberg fahren wir mit unserem Hop On Off- Bus. Noch ist vom Parkplatz aus nichts zu erkennen, von diesem Bollwerk an Schutzmauer. Erst, wenn man ein paar Gehminuten zurücklegt, erschliesst sich uns ein toller Blick auf die Freiheitsstatue mit dem Palmblatt sowie der gigantischen und vor allem hohen Zitadelle.  Auch hier von hoch oben genießt ihr einen Zauberblick auf die Pester- Seite.

 

 

Auf der Pester-Seite liegt die historische Altstadt mit  ihren geschichtsträchtigen Sehenswürdigkeiten. Hier seien nur stellvertretend der riesige Heldenplatz mit den auffälligen Statuen vor dem Stadtwäldchen, das märchenhafte Opernhaus, die mächtige St.- Stephans- Basilika und das extravagante Parlamentsgebäude genannt.

 

 

Ganznahdrantipp:

Per Hop On Off- Tour mit BIG BUS- Tours haben wir alle Routen im Akkuauflademodus abgefahren. Leichter kann man die Stadt mit Kids nicht entdecken. Nach Belieben steigt ihr aus und nach kurzer Zeit hält bereits wieder der Folgebus und die Tour kann weitergehen. Wir sind Fans davon. Kostenpunkt pro Erwachsener für das Classicticket 5400 HUF. Wir haben fürs Kind nichts zahlen müssen.

 

Um Budapest im nächtlichenLichterglanz zu bewundern, buchten wir eine Schiffahrt mit "Legenda"Die Idee war unsere Beste überhaupt. Die Reederei ist sehr empfehlenswert wegen ihres touristenfreundlichen und professionellen Auftritts. Sogar mein deutscher Studentenausweis wurde akzeptiert. Eine Stunde cruisten wir die Donau auf und ab. Dazu gab es angenehme Informationen per Headphones. Inklusive einem Freigetränk kostete die Abendfahrt 5500 HUF pro Erwachsener, Kinder von 0-9 Jahre waren sogar frei. Ein Student zahlt 4400 HUF. Die Fahrt startet ab Dock 7 und führt Donau-auf bzw. abwärts. Zu sehen sind dabei u.a. die Kettenbrücke, das Parlamentsgebäude, die Burg, der Gellértberg mit Zitadelle, der Kunstpalast, das Nationaltheater uvm.

 

 

Das Netz der öffentlichen Verkehrsmittel ist in der Hauptstadt exzellent ausgebaut. Sehr einfach und gut ausgewiesen gelangt man sehr preisgünstig innerhalb Budapests an jeden Ort.  Für ein 24 h- Gruppenticket haben wir 3300 HUF bezahlt und konnten damit die Metró, Straßenbahn und den Bus für unsere Stadterkundungen nutzen. 

 

 

Ganz reizend ist  z.B. die historische Metrostation unter der Oper. Klein, schnuckelig, und mit noch originalen Kassenhäuschen aus Holz. Besonders ist in der Budapester Metró, dass es einen freien Zugang gibt. Hier werden die Fahrscheine nur an den Rolltreppen durch Personal kontrolliert.

 

Die Fahrt im Budapest Eye hat uns besonders viel Spaß bereitet. Fünf Runden in einer geschlossenen Gondel drehten wir mit einem fantastischen Ausblick über die Stadt mit all seiner Schönheit. (Erwachsenenpreis 2700 HUF, Kinderticket 1500 HUF)

 

 

Snacktipp:

Diese Restaurants mussten  den kritischen Kinder-Gourmettest über sich ergehen lassen:

 

Im Einkaufstempel Mammut findet ihr das Okay Italia. Mitten im Einkaufstrubel eine leckere Pizza vernaschen: Damit waren alle glücklich. 

 

Das Deak St. Kitchen im Ritz Carlton. Nobel-Hobel. In diesem Haus esst ihr in feinem Ambiente. Als Bonus gibts einen extra Sommelier für mein Weinchen. Die Portionen sind leider übersichtlich und touristenpreislastig, aber trotzdem lecker.

 

Hard Rock Cafe Budapest: Ein richtig topstylishes Lokal am zentralen Touristenplatz Deák Ferenc- Straße. Hier hat die kleine Ipftrotterin tolle Ausstellungsstücke, wie ein Bühnenoutfit von Rihanna, entdecken können.

 

 

Das Kávéház Gerbeaud am Vörösmarty tér ist eine Institution und gehört zu den traditionsreichsten Kaffeehäusern Budapests. Unbedingt solltet ihr die Somlói Galuska (2650 HUF) probieren. Wir konnten jedenfalls nicht widerstehen und haben gesündigt! Cappuccino (1390 HUF), Shakes (2190 HUF) und Kuchen werden formvollendet präsentiert und schmecken zum Niederknien lecker. Dieses Kaffeehaus ist mein persönlicher Herzensplatz in Budapest.

 

Budakert Vendeglö in Budaörs. Etwa dreißig Minuten Autofahrt entfernt von Budapest liegt der rustikale und urige Gastrobetrieb mit tollem Baumkronendach- Biergarten und hervorragendem ungarischen Essen

 

Restaurant Tom Yum an der belebten Andrássy út. bietet moderne Thailändische Küche in schickem, modernen Rahmen. Günstig und gut.

 

➡️Die ausführlichen Restaurantbewertungen sowie unser "Senf" zu den besichtigten Plätzen könnt ihr auf unserem Profil bei Tripadvisor nachlesen.

 

✏️NEWS:

Mit diesem Beitrag habe ich bei der Blitzparade von Wir auf Reise - Mein liebster Beitrag aus 2017 mitgemacht.

Schaut vorbei: https://www.wiraufreise.de/mein-liebster-beitrag-aus-2017-blitzparade/

 

 

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